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Der Mensch verursacht Waldbrände nicht das Klima – Gewagte These?

Der Mensch verursacht Waldbrände nicht das Klima - Gewagte These?

Mit steigenden Temperaturen kommt es im Sommer alljährlich oft zu verheerenden Waldbränden vor allem in den südlich wärmeren Ländern Europas. Dabei wird in der medialen Berichterstattung fast ausschließlich der Klimawandel wegen steigender Erderwärmung als Ursache der Waldbrände vermittelt. Regionales Klima und Geografie mit Temperaturen vom mehr als 40° C, sowie zahlreiche wiederkehrende und regional bestehende Windsysteme, die Brände verstärken und Brandherde immer wieder anfachen, werden für die besonders betroffenen südlichen Länder Europas als die Brandursache angeführt. 

Doch können sich ausgetrocknetes Holz, Laub und/oder Gras etc. selbstentzünden? Was ist die jeweils konkrete Ursache für genau welchen Flächenbrand? Welche natürlichen Ursachen gibt es dafür und welche Rolle spielt der Mensch ganz konkret dabei? Hier die Antwort.

Experten gehen davon aus, dass sich prozentual folgende Brandursachen ergeben: 

Nur ca. 5% der Wald- und Flächenbrände weltweit sind natürlichen Ursprungs. Die häufigste natürliche Brandursache sind Blitzeinschläge. Sehr seltenen sind z.B. vulkanische Aktivitäten oder Selbstentzündung von organischem Material durch Hitzestau ursächlich. 

D.h. ca. 95 % der Wald- und Flächenbrände verursacht der Mensch direkt oder indirekt selbst. Diese verteilen sich fast zu gleichen Teilen auf die Punkte Fahrlässigkeit (ca. 50%) und Vorsatz (ca. 45%). 

Die Fahrlässigkeit – mit ca. 50 % der Brände wird durch vermeidbares Fehlverhalten von Menschen ausgelöst. Davon entfallen wiederum 

  • Ca. 30 % auf Spaziergänger, Waldbesucher und/oder Camper z. B. durch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel, noch glimmende Lagerfeuer oder Grillkohle etc.
  • Ca. 15 % entfallen auf Arbeiten in Land- und Forstwirtschaft, so z.B. auf brandverursachenden Funkenflug durch überhitzte Ernte- und Forstmaschinen, Arbeiten mit Freischneidern und/oder Sägen etc. 
  • Ca. 5 % entfallen auf Infrastruktur- und Techniknutzung u.a. durch Heißlaufen von Bremsen an Bahnlinien und/oder Funkenflug durch beschädigte elektrische Überlandleitungen etc.

Der Vorsatz – mit ca. 45 % stellt die bewusste und absichtliche Brandlegung dar. Besonders in den stark betroffenen südeuropäischen Ländern (Mittelmeerraum) ist dies ein massives Problem. Hierbei geht es um bewusste Brandstiftung, um illegal landwirtschaftliche Nutzflächen oder Bauland zu gewinnen.  

Das bedeutet, dass der Klimawandel zwar ein Risikofaktor für Wald – und Flächenbrände in Europa ist, aber nicht die Ursache, wie es immer wieder lautstark in den Medien herausgestellt wird. Der Mensch verursacht 95 % der Brände selbst!

Was kann dagegen getan werden:

  • Das derzeitige Verhältnis von Brandbekämpfung zu Prävention von 70% zu 30% muss sich umkehren. Z.B. in Portugal konnte das Verhältnis auf 40% zu 60% zu Gunsten der Prävention verändert werden.
  • Forcierung von Mischkulturen im Waldbestand statt Monokulturen.
  • Gezielte Bewirtschaftung der Wälder sorgt für die Reduzierung von Todholz.
  • Schärfere Strafen für Brandstiftung z.B. in Abhängigkeit vom verursachten Schaden. 

Konkret sollen hier auch die Ursachen für die Waldbrände in Frankreich in der Nähe von Bordeaux benannt werden. Das sind:

  • Bereits 184 mutmaßliche Brandstifter wurden ermittelt. 
  • Eine Monokultur aus Kieferbäumen wurde auf einer Fläche von 1 Mio. ha angepflanzt. 
  • Das Waldgebiet befindet sich auf einem entwässerten ehemaligen Moor- und Sumpfgebiet, was einen „brennbaren Boden“ darstellt.

Dies ist die „perfekte Kombination“ aus menschlichem Versagen und ungünstigen Wetter. Wo waren da die Modellrechnungen und Vorhersagen wie beim Klimawandel? 

Fazit:  Nicht der Klimawandel, sondern der Mensch verursacht als „Brandbeschleuniger Nummer eins“ die Wald- und Flächenbrände. 

Das heißt auch: Wenn die EU und die Nationalstaaten 

  • die notwendigen finanziellen Mittel wie beim Ukrainekonflikt in erforderliche Höhe in den Brandschutz für Prävention, Forschung, Planung und Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen stecken und
  • der Mensch als überwiegender Verursacher der Brände entsprechend reglementiert wird, 

werden die Brände trotz hohen Außentemperaturen sich stark reduzieren lassen. Die damit eintretende Nebenwirkung ist, dass wir etwas Sinnvolles für den Klimaschutz tun.

Gera, 05.08.2026
Dr.-Ing. Ulrich Porst